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Witchcamps

Hallo, ich bin Pearl. Ich bin eine Reclaiming-Hexe und besuche seit Jahren regelmäßig das Phönix-Camp. Es ist Teil meiner spirituellen Heimat geworden, und zwar ab der ersten Sekunde. Damit Du Dir vorstellen kannst, wie so ein Witchcamp abläuft, habe ich hier einige Informationen zusammengestellt, die sich zwar speziell auf das Phönix-Camp beziehen, aber bestimmt auch Anhaltspunkte für andere Camps liefern, denn die Reclaiming Camps haben eine gemeinsame Struktur. Also erst einmal:

 

Willkommen im Hexencamp!

(Der Begriff „Camp“ mag für unsere Ohren zunächst ungewohnt sein. In Amerika, wo Reclaiming seinen Ursprung hat, wird aber alles mögliche als „Camp“ bezeichnet. Ein „Witchcamp“ ist eine kulturelle Veranstaltung, eine magische Seminarwoche für Hexen, eine Weiterbildung für das Selbst. Und wenn Nachbarn oder Arbeitskollegen mich fragen, sage ich einfach: Eine spirituelle Seminarwoche!)

Willkommen zu einer Woche voller Magie, Rhythmus und Wachstum in einer Gruppe Gleichgesinnter! Einmal im Jahr erhebt der Phönix seine Flügel und setzt an zu einem Flug, der nicht nur seinen Horizont erweitert. Dabei wird in jedem Jahr anhand einer bestimmten Geschichte, eines Märchens oder Mythos Magie gewebt. Wir versuchen, die Essenz der Geschichte und der beteiligten Gottheiten und Personen zu begreifen, zu erfahren und daran zu wachsen. Das ist sozusagen der Bogen, der sich über die gesamte Woche spannt und uns trägt.

2015 beispielsweise beschäftigen wir uns mit dem Mythos der walisischen Pferdegöttin und Feenkönigin Rhiannon. Rhiannon ist eine sehr alte, mächtige und vielschichtige Göttin, die uns einen Weg in die persönliche Souveränität weist. Doch sie ist nicht nur ein Muster an Stolz, Demut und Macht, sie ist auch voller Mitgefühl und Vergeben. Von ihr zu lernen, bereichert uns persönlich und spirituell, aber auch unsere Beziehungen.

Seminarhaus Sternschnuppe

Wer im pädagogischen oder psychologischen Bereich arbeitet, wird zudem feststellen, dass viele der Techniken, die wir anwenden, mit den üblichen psychologischen Methoden kompatibel sind, obgleich sie ganz andere Aspekte mit hineinbringen. Die uralten Verbindungen zwischen Magie und Therapie sind unbestreitbar, und wer magisch an sich arbeitet, kann hier – eigene psychische Stabilität vorausgesetzt – schnell Fortschritte machen. Denn in unserer gemeinsamen magischen Woche wird nicht vor allen Dingen Wissen vermittelt, hier werden Erfahrungen gemacht, die wir nachher „by heart“ kennen, die also ein Teil von uns werden. Und zwar genau an den Stellen, wo wir offen für notwendige Veränderung sind, denn die Magie bricht sich an unseren Herzen wie das Licht an einem Prisma, genau das hervorbringend, was wir brauchen. Dabei ist es sehr wichtig, dass jeder Camper seine eigene spirituelle Autorität bleibt. Jeder gestaltet seinen magischen Prozess selbst – unterstützt von LehrerInnen und Gruppe – und bleibt für sich selbst verantwortlich. Es gibt hier nichts, was gelernt werden „muss“ oder „soll“, sondern nur Angebote.

Das LehrerInnenteam addiert sich in jedem Jahr aus mehreren kleinen Teams. Jedes Team besteht aus mindestens einer erfahrenen Lehrerin der Reclaiming-Tradition und meist einem „Newcomer“, der erste Schritte auf dem Gebiet des Lehrens macht. Da das Camp für alle Geschlechter offen ist, können selbstverständlich alle Positionen auch unabhängig vom Geschlecht besetzt sein. Die Lehrer haben eine starke Verbindung zum Thema des Camps, die sie in der meist einjährigen Vorbereitungszeit noch vertiefen. Jedes LehrerInnenteam bietet einen der „Pfade“ am Vormittag an, von denen Du später noch mehr hören wirst. Außerdem liegt die Planung und Organisation der Abendrituale in den Händen der LehrerInnen – tatkräftig unterstützt von allen Campern zusammen. Meist ist das Team international besetzt, indem ein Amerikaner oder ein Reclaimer aus einem unserer Nachbarländer mit von der Partie ist.

 

Aber was mache ich als Camper denn nun in so einem Camp?

Ein wichtiger Teil des Camps ist die sogenannte „Pfadarbeit“ am Vormittag. An insgesamt fünf Vormittagen wird hier sehr intensiv an bestimmten Themen gearbeitet. Jeder Teilnehmer entscheidet zu Beginn des Camps, welchen „Pfad“ er oder sie wählt, so dass die Gruppe die Woche über stabil bleibt. Die Pfade nehmen den Bogen, der durch die Campgeschichte gespannt wird, auf. So kann das Erleben noch vertieft und intensiviert werden. Aber oft gehen die Pfade auch noch darüber hinaus und widmen sich speziellen Themen wie der Arbeit mit Pentagrammen, dem Tarot, Runen, Meditation, Astrologie, dem Weben und Bewegen von Energie. Dies geschieht anhand verschiedenster Übungen und Techniken, die ihren Ursprung nicht allein in der Hexenmagie, sondern ebenso im keltischen Schamanismus, in der klientenzentrierten Gesprächsführung, im Theater der Unterdrückten oder irgend einer anderen nützlichen Quelle haben können.

Das Camp besteht neben der Pfadarbeit aber auch noch aus vielen anderen Aspekten. So können sich schon morgens vor dem Frühstück Gruppen zum Meditieren oder gemeinsamen Tanzen zusammentun. Nach Frühstück und Pfad steht dann ein gemeinsames Mittagessen an. Danach ist Zeit, sich mit Teilnehmern aus dem anderen Pfad auszutauschen. Am Nachmittag können Workshops zu verschiedenen magischen und weltlichen Themen angeboten werden, man bietet sich gegenseitig Massagen, Tarotlegungen oder ähnliches an oder macht einen Abstecher zum magischen Markt, der ebenfalls von den Teilnehmern bestückt wird. Es gibt täglich eine feste Zeit für die eigene magische Praxis, die man dann in Ruhe ausführen kann – wenn man möchte. Nach dem Abendessen folgt dann das meist vom Lehrerinnenteam geplante und stets gemeinsam durchgeführte Ritual. In den abendlichen Ritualen wird die Campgeschichte Stück für Stück erzählt, erfahrbar gemacht und für den magischen Prozess genutzt. Da das ganze Camp sehr intensiv und transformatorisch wirken kann, ist es wichtig, dafür einen guten, sicheren und sehr wohlwollenden Rahmen zu haben. Dafür ist im Phönixcamp gesorgt. Das Camp ist meist international, allein schon – aber nicht nur – durch das LehrerInnenteam. Es ist daher von Vorteil, wenn die Teilnehmer ein wenig englisch sprechen oder verstehen können. Dies ist aber keine Voraussetzung, jeder ist willkommen. Angestrebt ist, in jedem Jahr einen Pfad in englischer und einen in deutscher Sprache stattfinden zu lassen. (Übrigens eine gute Gelegenheit, sein Englisch aufzupolieren – auch hierbei ist der wohlwollende und um Freiheit von Bewertungen bemühte Rahmen des Camps sehr hilfreich;-)

Ort des magischen Geschehens ist die Mysterienschule „Sternschnuppe“, geradewegs am Nord- Ostseekanal gelegen. Die Umgebung ist traumhaft und die Überfahrt über den Kanal kostenlos. Das Camp kann auch prima mit einem kleinen Urlaub verbunden werden: Nord- und Ostsee locken! (Die Sternschnuppe kannst Du auf dem Bild oben sehen.)

Nicht nur in der magischen Arbeit ist es wertvoll zu wissen, mit welcher Intention wir Dinge tun. Deshalb arbeiten wir mit der deutlichen – und zugleich Raum für die Magie lassenden – Formulierung von Intentionen. Intentionen finden ist ein Schlüssel zur Magie. Wie lautet Deine Intention?

Interesse? Dann schau doch mal unter  www.phoenixcamp.de vorbei und melde dich an – wenn du willst!

Wir freuen uns auf dich!

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